Akademische Reitkunst Hamburg
Akademische Reitkunst  Hamburg

Entwicklung

 

Schon als Kind hatte ich das Glück, ein Welsh Mountain und später eine Hannoveraner Stute mein Eigen zu nennen. Pferde waren damals schon meine Leidenschaft, mein Ziel war,  in freier Natur - als Kind und Jugendliche bevorzugt in hohem Tempo - mit meinem Pony / Pferd absolute Freiheit zu erleben. Es war ein großer Schock für mich, als zwei Tage vor meinem Abitur meine über alles geliebte Hannoveraner Stute Myrka nachts von der Weide gestohlen wurde. Der einzige bekannte Diebstahl in Süddeutschland zu dieser Zeit war für mich ein herber Schlag. 

Studientechnisch konnte ich mir aus finanziellen Gründen kein neues Pferd kaufen.

Beruflich wurde ich Jahre später in die USA verschlagen und kaufte mir bei erster Gelegenheit wieder ein Pferd (optisch Myrka sehr ähnlich). Wieder war das Gelände meine einzige Ambition. Dann kam Leo, ein Quarter Horse mit der unschönen Angewohnheit zu steigen und umzufallen, wenn ihm alles zuviel wurde. Nachdem ich in der Notaufnahme von Stanford Hospital gelandet war, wurde mir klar, ich muß noch dazulernen. Ein mehrmonatiger Aufenthalt auf der Ranch von Charles Wilhelm (www.charleswilhelm.com - CW Training) war die Konsequenz. Als Horse Whisperer lernte ich sehr viel über den Umgang mit Pferden, daß Pferde auf zuviel Druck sehr negativ reagieren und daß Fehler an der Basis später zu Problemen führen. 

Zurück in der Kälte Europas hatte meine Vollblutstute auf einmal Rückenprobleme. Mir wurde klar, daß Respekt und Vertrauen notwendige Voraussetzung für die Zusammenarbeit von Pferd und Reiter sind, aber nicht hinreichend für die gesunde Gymnastizierung. So kam ich zur Akademischen Reitkunst. 

Faziniert hat mich als ehemalige reine Freizeitreiterin die Leichtigkeit der feinen Hilfen in schwierigsten Lektionen. Kurz entschlossen zog ich mit meiner Familie nach Hamburg, um bei Stefanie Staudinger (Ritterin der Akademischen Reitkunst) Unterricht zu nehmen. Aus einem 6 monatigem Praktikum wurde ein permanenter Umzug und im September 2007 verwirklichte sich für mich der Traum der eigenen Anlage. Ein längerer krankheitsbedingter Ausfall von Frau Staudinger veranlasste mich, all meinen Mut zusammen zu nehmen und mit zwei meiner Pferde zu Bent Branderup nach Dänemark zu fahren. Das hat mir erlaubt an den jüngsten Entwicklungen der Akademischen Reitkunst durch das Wissen der Biomechanik teilzunehmen. Seit diesem Zeitpunkt bin ich jedes Jahr zweimal mit zwei Pferden bei Bent Branderup in Dänemark und fasziniert von seiner Entwicklung und seiner Großzügigkeit, andere daran teilnehmen zu lassen.

Während meines ersten Aufenthalts in Dänemark hörte ich immer wieder den Namen Hanna Engström (Bent Branderup Trainerin aus Gotland, Schweden, Spezialistin für Sitz und feines Reitergefühl). Ich verbrachte eine Woche bei Hanna auf Gotland, um mein Gefühl zu schulen. Mit Stolz absolviert ich im November 2010 meine Wappenträgerprüfung und gehöre seitdem der Ritterschaft der Akademischen Reitkunst an.

Meine Akademische Laufbahn wurde endgültig besiegelt als mich Bent Branderup in 2012 in den damals gegründeten kleinen Kreis der lizensierten Bent Branderup Trainer aufnahm. In dieser Gemeinschaft hervorragender Ausbilder habe ich sehr viel dazu gelernt. Vor allem der Unterricht bei Annika Keller hat sich positiv auf meine akademische Ausbildung ausgewirkt.

Regelmäßig erhalte ich Unterricht von Bent Branderup, Annika Keller und Susan Frehner (ehemals Ritterin der Akademischen Reitkunst, jetzt Ausbilderin in Alexander Technik).

 

Die Akademische Reitkunst war und ist eine große Herausforderung für mich, die ich täglich mit Freude annehme. Als ehemalige Unternehmensberaterin bin ich fasziniert und manchmal auch frustriert von der absoluten Notwendigkeit der Entspannung bei voller Kraft auf und mit dem Pferd. Hektik, zu schnell, zuviel und sofort - damit komme ich hier nicht weiter. 

Inzwischen hat sich mein Pferdebestand auf fünf Pferde erweitetert. Vom Isländer, über Vollblut, Anglo Araber bis hin zum Spanier. Von ihnen und mit ihnen lerne ich täglich,  ihre Zuneigung und Geduld mit mir machen mich demütig.